Presseaussendung: Neue Landesregierung – Neues Ressort

Umgang mit Grund und Boden braucht unabhängige Kompetenzen

Die Raumplanungsagenden gehören - so wie im übrigen Österreich, in St. Gallen und in Südtirol - auch in Vorarlberg aufgewertet und unabhängig vom Wirtschaftsressort organisiert. Gemeinsam mit 11 weiteren Organisationen und Initiativen haben wir sowohl ÖVP als auch Grüne dazu aufgefordert, in den Regierungsverhandlungen Mut und Weitblick zu beweisen und für die Raumplanung ein eigenes Ressort in der Regierung zu schaffen.
Das Pressepapier gibt es hier zum Download.

Das der Umgang mit Grund und Boden die zentrale Herausforderung für Vorarlberg ist, zeigen weitere Aussendungen:  Architekten, Raumplaner und Bürgermeister der Initiative vau|hoch|drei, der Landesgestaltungsbeirat, die Naturschutzanwaltschaft und der Naturschutzbund betonen ebenfalls: Die Raumplanung muss von den Wirtschaftsagenden getrennt werden.

Presseberichte:
orf.at: Trennung von Wirtschaft und Raumplanung gefordert
orf.at: Neue Forderung nach Raumplanungsressort

 

Jetzt unterschreiben: Nachdenkpause für die Landesgrünzone

5-jährige Nachdenkpause für die Landesgrünzone von Landeshauptmann Wallner gefordert

Im Juni forderten 14 Organisationen eine Nachdenkpause für die Grünzone. Keine weiteren Herausnahmen von Flächen für 5 Jahre bis die Beschlüsse des Raumbilds umgesetzt sind und der Zustand der Grünzone im Detail analysiert ist. 

Die Rückmeldung des Landes war mager. Ein Brief von Landesrat Rüdisser, in dem er aber nicht auf unsere Argumente eingeht, sondern klarstellt, dass es keine Nachdenkpause geben wird. 

Anfang der 70-er Jahre war in Vorarlberg schon einmal eine Phase, in der der Umgang mit Grund und Boden heiss diskutiert wurde. Was hat man damals gemacht: Eine Nachdenkpause. Ein Ergebnis davon ist nun die Landesgrünzone. Vor dem positiven Volksentscheid in der Schweiz wurde ebenso eine Nachdenkpause eingelegt: 5 Jahre lang wurden gar keine Bauflächen mehr gewidmet. 

Was früher ging, was bei unseren Nachbarn funktioniert, soll nun wieder Spielräume und Zeit zum Nachdenken geben: Wir müssen der Grünzone eine Verschnaufpause gönnen und uns eine Nachdenkpause.

Da 14 Organisationen scheinbar nicht genug sind, sammeln wir Unterschriften. 

BITTE ladet Euch dieses Unterschriftenblatt herunter, druckt es aus und sammelt in Eurer Umgebung möglichst viele Unterschriften. 

Schickt ein gut lesbares Foto des ausgefüllten Blattes dann an moratorium@bodenfreiheit.at

Wir brauchen möglichst viele Unterschriften, um gehört zu werden. Bitte helft mit, dass wir dieses Ziel erreichen.

Auf Initiative von Bodenfreiheit ist eine Allianz für den Schutz der Landesgrünzone zusammengekommen. Gemeinsam mit Landwirtschaftskammer, BIO AUSTRIA Vorarlberg, Initiative vau|hoch|drei, Naturschutzbund, Naturschutzrat, Alpenverein, Alpenschutzverein, Initiative Lebensraum Weiler, Initiative Ludesch, Verein Konsumentensolidarität-Jetzt, Bürgermeister Rainer Siegele, Bürgerrat Kurt Bereuter und der Österreichischen Hagelversicherung haben wir einen Forderungskatalog an die Vorarlberger Landesregierung beschlossen. Dieser breite Schulterschluss zu einer Allianz für den Schutz der Landesgrünzone freut uns sehr.

Die Inhalte des Moratoriums findet Ihr hier.

Das Video der Pressekonferenz gibt's hier.

 

Offener Brief

Bevor die Landesregierung eine Änderung der Grünzonen-Verordnung beschließt, wird der Raumplanungsbeirat gehört. Ein großes Gremium, das Empfehlungen formuliert.

Wir haben gemeinsam mit anderen Raumplanungs- und Naturschutzinitiativen die Mitglieder des Beirats kontaktiert um unsere Sicht der Dinge zu schildern. Vielleicht haben die Argumente ein paar Mitglieder zum Nachdenken angeregt. Was man so hört, waren die Diskussionen interessant. 

Hier der offene Brief zum Download.

 

Unsere Stellungnahme für die Erhaltung der Grünzone

Schritt für Schritt wird im Jahr nach dem 40-jährigen Bestehen der Landesgrünzone nun dieses wichtigste raumplanerische Instrument Vorarlbergs zerstört. Hektarweise wird die Landesgrünzone zubetoniert und soll Platz machen für die Produktion von Plastikflaschen, Energydrinks, Kränen usw. 

Die Argumente: Arbeitsplätze. Stimmt. Aber im Fall von Alpla werden für 3,7 ha Landesgrünzone nun 20 Arbeitsplätze versprochen und in Ludesch sollen 6,5 ha bester landwirtschaftlicher Boden für die Abfüllung von Zuckerwasser geopfert werden. 

Hier unsere Stellungnahmen zum Download.
Fußach, Alpla
Ludesch, Rauch/Ball

 

Ludesch steht auf

Am Mittwoch, den 29. August hat die Bürgerinitiative Ludesch ein deutliches Zeichen gesetzt. Mehr als 600 Leute trafen sich beim Gemeindezentrum und zogen in einem Demonstrationszug zum Neugut. Dort wo die Firmen Rauch und Ball massive Erweiterungspläne in der Grünzone verfolgen. 

Gut zu spüren, dass in Vorarlberg immer mehr Menschen aufstehen und ihren Unmut kund tun.

Die Presseinformation zur Information.

Bilder: Thomas Legat und Leo Forte

 

Und wieder eine Stellungnahme...

In Vorarlberg wurden Begutachtungsentwürfe für die Änderung des Raumplanungsgesetzes und des Grundverkehrsgesetzes veröffentlicht. Am 23. Mai war Ende der Begutachtungsfrist. 

Auch wir haben eine Stellungnahme fristgerecht abgegeben. 

Hier unsere Stellungnahme für Interessierte zum Download:
Stellungnahme RPL und GVG

 

Am 13.4.2018 haben wir eine Stellungnahme gegen die geplante Änderung eines wichtigen Verfassungsgesetzes eingebracht. Interessierte können unsere Stellungnahme hier nachlesen:

Stellungnahme Bodenfreiheit

 

Ein BürgerInnen Rat zum Umgang mit Grund und Boden

Erstmals ein BürgerInnen-Rat von BürgerInnen angeregt.

Um die komplexe Materie von Raumplanung Menschen näher zu bringen, eigenen sich Vorträge, Pressemeldungen und Infobroschüren eigentlich nicht. Eine Methode, die dafür recht gut funktioniert, sind BÜRGERRÄTE. Diese Methode eignet sich dafür, Menschen zu politisieren, zu informieren und dazu anzuregen, über schwierige Sachverhalte eine ausgewogene Position zu erarbeiten.  Die Vorarlberger Landesverfassung sieht die Möglichkeit vor, einen solchen Bürger-Rat durch 1.000 Unterschriften einzufordern. 

Sechs Privatpersonen - unterstützt von Bodenfreiheit - haben nun versucht, für einen Bürgerrat zum "sorgsamen und vorausschauenden Umgang mit Grund und Boden in Vorarlberg" 1.000 Unterschriften zu sammeln. 

Am Dienstag, 6. Juni 2017 wurden mehr als 1.200 Unterschriften - in 2 Wochen gesammelt - an Landeshauptmann Wallner übergeben. 

Wir freuen uns über einen BürgerInnen-Rat mit der Fragestellung:

"Wie können wir sorgsam und vorausschauend mit unserem Grund und Boden in Vorarlberg umgehen, damit auch künftige Generationen einen gesunden und nachhaltigen Lebensraum vorfinden?"

Vielen Dank an Alle, die mit ihrer Unterschrift geholfen haben, dieses Ziel so rasch zu erreichen. 

und jetzt:

Am Dienstag, 3. Oktober, 19.00 bis 21.00 Uhr: Bürgercafe im Rankweiler Vinomnasaal zu den Ergebnissen des Bürgerrats von vergangenem Wochenende. Bitte alle hingehen!

 

...der erhabene Raum zwischen den Häusern...

Unser Beiratsmitglied Roland Gnaiger beschreibt in einem aktuellen Text sehr eindrücklich, warum es Zeit ist, auf die Zwischenräume zwischen Häusern zu achten - anstatt auf das einzelne Haus. 

Wir versuchen mit Bodenfreiheit das zu tun: die Aufmerksamkeit für die öffentlichen Räume und die Freiräume zu schärfen. Den Blick dorthin zu lenken. 

Das gilt beim Projekt Seestadt genauso wie bei der geplanten Umwidmung von 45.000 m2 Grünzone in Weiler. 

Den aktuellen Text gibt es hier zum nachlesen. 

Bodenfreiheit zum Nachhören

Im September war Bodenfreiheit zu einer spannenden Radiosendung eingeladen. In "Neues bei Neustädter" wurde über eine Stunde lang über den Umgang mit Grund und Boden in Vorarlberg diskutiert. Für alljene, die die Sendung verpasst haben, steht sie hier zum Download und Nachhören zur Verfügung.

 

   

Veranstaltungstipp für Ostösterreich

Gerne möchten wir euch auf eine interessante Veranstaltung in Wien hinweisen:

"Böden aufbrechen!" - Land-Forum für Ernährungssouveränität von 25.-26.11.2016 in Wien.

Das Land-Forum ist ein Austausch- und Vernetzungstreffen für all jene, die sich für demokratische, ökologische und sozial gerechte Zugangs- und Nutzungsformen von Land einsetzen. Der Zugang zu Land ist eine Grundvoraussetzung für das Menschenrecht auf Nahrung und Ernährungssouveränität. Vollständiges Programmwww.fian.at/land-forum FB-Event: https://www.facebook.com/events/612134928965627/

5. Generalversammlung am 11.11.2015

Am denkwürdigen 11.11.2015 trafen wir uns zur 5. Generalversammlung im Pfadfinderheim Wolfurt. 

Danke an die Pfadis, die als Gruppe schon lange Mitglied bei Bodenfreiheit sind. 

Es war eine spannende Sitzung, Neuwahlen, Abstimmungen über Grundankäufe...mehr aber in ein paar Tagen, wenn auch das Protokoll soweit ist. Danke an alle, die sich Zeit genommen haben. 

"Boden-Essen" in Lustenau

Am Sonntag, den 27. Juli lud der Verein Bodenfreiheit ins Feldhotel nach Lustenau. 

Das Feldhotel und die umgebenden Flächen stehen mustergültig für die Ziele, die auch der Verein Bodenfreiheit vertritt: wichtige zentrumsnahe Flächen dauerhaft als öffentliche Freiräume zu sichern.

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Es sind genau solche Flächen, die der Verein Bodenfreiheit über eine gemeinschaftliche Finanzierung von Bürgerinnen und Bürgern freikaufen will, wo die Flächenwidmung in Vorarlberger Gemeinden in den 70-er und 80-er Jahren versagt hat. 

Am Sonntag trafen sich Mitglieder und Interessierte im Feldhotel. Mitgebrachte Speisen wurden genossen, ein kurzer Vortrag zu Bodenfreiheit und zum Feldhotel führte in das Thema ein und ein eindrücklicher Spaziergang - geführt von Rudi Alge - zeigte deutlich auf, wie die Realität in der Siedlungspolitik im Raum erlebbar wird. 

 

 

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Abgeschlossen wurde ein erfolgreicher Sonntag Nachmittag vom Liederkranz Frohsinn, der ein weiteres Beispiel von gemeinsamem Erleben ist: kein Konzert von Profis sondern ein gemeinsames Singen und Genießen. 

Austausch über die Grenzen

Bodenfreiheit war eingeladen, über Bodenfreiheit bei der Liechtensteinischen "Zukunftswerkstatt" zu berichten. 

"Die beiden Referenten sprachen lebhaft über die Mobilisierung von bereits gewidmetem Bauland, die Innenverdichtung, die Nutzung von Leerstand, innovative Gestaltung von Steuermechanismen u.v.m."

Die Probleme scheinen im gesamten Rheintal recht ähnlich zu liegen. 

Rückblick auf die 3. Generalversammlung

Eine schöne und gut besuchte Veranstaltung bot den Rahmen für die 3. Generalversammlung von Bodenfreiheit am 25.11. 

Zwei Jahre sind vergangen, eins davon seit wir wirklich aktiv tätig geworden sind. Das Beispiel Dafins zeigte, welche Wirkungen der Verein haben kann. 

Bürgermeister Michael Pelzer aus Weyarn/D zeigte vor, welche Möglichkeiten Gemeinden bei einem sorgsamen Umgang mit Grund und Boden haben. Eindrückliche Beispiele, viel Mut, Macht, die mit der Bevölkerung geteilt wird, und gleichzeitig einen starken Rücken, um bei Gegenwind auch entsprechend gut dazustehen. 

Den Vortrag von Michael Pelzer gibt es nun auch hier nachzusehen.

Vortrag von Michael Pelzer vom 25.11.2013

Dauer etwas mehr als 40 min. 

Binding-Preis für Bodenfreiheit

Wir freuen uns besonders, mitteilen zu dürfen, dass dem Verein Bodenfreiheit am 8.11. in Vaduz ein „Binding-Preis für Natur- und Umweltschutz 2013“ verliehen wurde. Die mit einem Preisgeld von 10.000 CHF verbundene Auszeichnung zählt zu den renommiertesten in ihrem Bereich und wird an Persönlichkeiten und Initiativen verliehen, „die sich in außerordentlichem Maße und beispielhaft für die Ziele des Natur- und Umweltschutzes einsetzen“ (Binding-Stiftung, Schaan, Liechtenstein). Verliehen wurde sie durch Andreas Adank, Stiftungsrat und Geschäftsführer der Binding Stiftung nach einer Laudation von Prof. Grabherr.

Einladung

Am Montag, 25. November freuen wir uns auf eine spannende Veranstaltung. Bürgermeister Michael Pelzer aus Weyarn/D wird für einen Vortrag in der inatura in Dornbirn erwartet. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Gute Neuigkeiten

Das erste Stück Boden ist befreit...

In Dafins gibt es einen Platz unmittelbar hinter der Kirche, der fast einen Dorfplatzcharakter hat. Er wird für die meisten öffentlichen Veranstaltungen genutzt und ist daneben auch Fussballplatz und Spielplatz für die Kinder. Allein: der Platz ist schon seit dem ersten Flächenwidmungsplan als Bauland gewidmet und wurde über viele Jahre zu günstigen Konditionen von den Eigentümern der Gemeinde verpachtet. Schon seit einigen Jahren möchten die Eigentümer den Platz verkaufen, nur: wer kauft Grund zu Baulandpreisen ohne darauf dann auch zu Bauen? Ein klassischer Fall für Bodenfreiheit.

Wir wurden vor dem Sommer von Leopold Drexler und Stefan Marte - beide auch Mitglieder von Bodenfreiheit - kontaktiert. Bei einem Besuch in Dafins stellte sich heraus, dass es erstens höchste Zeit ist, zu reagieren, und zweitens das Anliegen sehr gut zu den Zielen von Bodenfreiheit passt. Auf dem Platz war bereits ein erstes Einfamilienhaus ausgesteckt, der große, freie Platz schon in vier Parzellen geteilt. 

Unser Problem: Bodenfreiheit hätte noch gar nicht die Mittel, um den Platz anzukaufen. Daher wählten wir einen zweiten Ansatz und nutzten unser Netzwerk, die Kraft der fast 300 Mitglieder von Bodenfreiheit und halfen mit, das Anliegen öffentlich zu machen und dadurch noch einmal zu thematisieren. 

Wir freuen uns sehr, dass die Gemeindevertretung Zwischenwasser in ihrer letzten Sitzung nun mehrheitlich die Kaufzustimmung für den neuen Generationenplatz gegeben hat. So kann nun mit Unterstützung der Diözese und Förderungen des Landes - v.a. aber viel Engagement einer Initiativgruppe in Dafins und der weitsichtigen Entscheidung der Gemeinde, ein wichtiges Grundstück für den Ort Dafins langfristig gesichert werden. 

Von Leopold Drexler kam nun der Dank, dass durch Bodenfreiheit dieser Prozess erst wieder Schwung bekommen hat. Diesen Dank geben wir gerne weiter und freuen uns über weitere UnterstützerInnen.

Es ist nicht nur der Mitgliedsbeitrag, der eine Rolle spielt. Mindestens gleich wichtig ist unsere gesellschaftliche Kraft, sich für etwas einzusetzen, dass vielleicht kurzfristig betriebswirtschaftlich wenig Sinn macht - langfristig aber uns allen nützt. Wir gratulieren der Initiativgruppe in Dafins, der Gemeindevetretung und der Pfarre von Zwischenwasser und freuen uns mit allen BürgerInnen von Dafins über eine wichtige Entscheidung. 

Boden für Alle. Vortrag zum Nachsehen

Wir haben einen interessanten, lehrreichen und lebhaften 14. Juni hinter uns. Fünf hochkarätige ReferentInnen, das ORF Landesstudio Vorarlberg, die Pfadfinder Wolfurt, der Verein Tankstelle und das Ski-Schuh-Tennis Orchester haben dazu beigetragen. 

Für Alle, die heute nicht dabei sein konnten, gibt es hier das Hauptreferat von Prof. Weber und den Vortrag von Hr. Strauss nachzusehen:

Boden für Alle Teil1

Boden für Alle Teil2

Boden für Alle Teil3

Boden für Alle Teil4

Boden für Alle Teil5

Boden für Alle Teil6

Vortrag Hr. Strauss, Teil 1

Der Vortrag von Hr. Strauss, Kantonsplaner von St. Gallen.

Vortrag Hr. Strauss, Teil 2

Der Vortrag von Hr. Strauss, Kantonsplaner von St. Gallen, Teil 2